28 April

Achtung der Buchsbaumzünsler ist da!

Der Frühling kommt und somit auch der Buchsbaumzünsler. Der Buchsbaumzünsler, ein recht hübscher und nachtaktiver Kleinschmetterling, ist aus Ostasien eingeschleppt worden und seine Raupen können beim Buchsbaum einen Kahlfraß verursachen.

Leider werden chemische Spritzmittel wie „Calypso“ (das Neonicotinoid Thiacloprid, das auch für das Bienensterben verantwortlich gemacht wird!) oder andere chemische Mittel im Handel empfohlen und dann auch eingesetzt. Notverpuppungen der Raupen und somit eine Weiterverbreitung der Zünsler können die Folge sein. Weiters kann ein Abtöten der nützlichen Gegenspieler die Vermehrung des Schmetterlings fördern. Neu ist, dass vermehrt von Zünslerverpuppungen auf Komposthaufen oder in Biotonnen berichtet wird. Deshalb wird empfohlen, dass kleinere Mengen abgeschnittener Zweige oder Pflanzen unbedingt in Plastiksackerl verpackt im Restmüll entsorgt werden sollten. Wenn die Möglichkeit des Verbrennens in Anlagen besteht, dann ist ein Verbrennen der Zweige dem Entsorgen im Mistkübel vorzuziehen.

Das Verbrennen im eigenen Garten ist aber untersagt! Keinesfalls sollten befallene Pflanzenteile offen kompostiert, in die Biotonne oder auf die Grünschnitt-Sammelplätze der Gemeinde gebracht werden! Die sich dort noch entwickelnden Falter können bis zu 5km weit fliegen und sich so weiter verbreiten. Eine Heißkompostierung im Kompostwerk ist aber prinzipiell möglich, denn dort werden in der Rotte rund 70C erreicht, was die Raupen sicher abtötet. Hier die wichtigsten Maßnahmen um dem Buchsbaumzünsler umweltfreundlich und effektiv Herr zu werden:

  • Beobachten! Die sehr kleinen Jungraupen fressen zunächst auf der Blattunterseite; mit zunehmendem Wachstum fressen sie dann die ganzen Blätter sowie alle grünen Teile und bilden dichte Gespinste an der Buchspflanze.
  • Wegschneiden und sicheres Entsorgen stark befallener Pflanzenteile NACH einer Spritz-Behandlung.
  • Tropfnasse Spritzungen mit Präparaten, die Bacillus thuringiensis enthalten („Xen-Tari“). Die Raupen sterben durch diese „Raupenkrankheit“ sehr schnell ab und Nützlinge werden geschont. Die Blattunterseite sollte unbedingt mit behandelt werden.
  • Spritzungen mit Neem („Bio Schädlingsfrei Neem“) wenn die Raupen unter 2cm groß sind. Mittel mit dem Neem-Wirkstoff wirken leicht verzögert aber sehr effektiv! Neem verhindert die weitere Häutung der Raupen und die Tiere sterben ab. Zudem wird der Fraß der Raupen stark gebremst. Neem wird wie Bacillus thuringiensis durch den Blattfraß aufgenommen; ein Treffen der Raupen mit dem Mittel ist also nicht notwendig. Es muss aber tropfnass gespritzt werden! Sollten schon starke Gespinste vorhanden sein, dann muss mit hohem Druck gespritzt werden, um auch das Innere dieser Pflanzenteile zu erreichen.

          Auszug aus dem Amtsblatt Klosterneuburg 05/2013

Bei Auftreten der Plage fahren wir im Rahmen einer Tour von Kunde zu Kunde und spritzen die Buchsbäume mit Xen-Tari oder Neem, beides unschädlich für Nützlinge. Bitte rufen Sie 02243 37182 um sich für die nächste Tour anzumelden!

Infos zur Raupe auf Wikipedia finden sie hier.

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